Mitarbeiterbefragungen als Schlüssel zu Motivation und Unternehmenserfolg

Der Mitarbeiter hat mit seinem Wissen, Können und Wollen für marktorientierte Unternehmen Wettbewerbscharakter. Je zufriedener die Mitarbeiter, desto zufriedener sind die Kunden und desto höher ist die Kundenbindung an das Unternehmen. Ohne die Kenntnisse und Fähigkeiten, die Erfahrung und Kreativität, ohne das Engagement der Mitarbeiter ist erfolgreiche Unternehmensführung nicht mehr möglich. In welchem Maße diese entscheidenden persönlichen Ressourcen ins Unternehmen eingebracht werden, hängt davon ab, wie stark Mitarbeiter sich mit dem Unternehmen und der Unternehmensführung identifizieren. Eine der elementaren Führungsaufgaben ist eine zeitgemäße Personalarbeit, um die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen zu steigern, die Mannschaft ans Unternehmen zu binden und die Funktionsrate zu senken. Doch was ist es, was Menschen motiviert, sich mit vollem Herzen für eine Aufgabe zu engagieren?

Fragen Sie ihre Mitarbeiter!

Mitarbeiterbefragungen haben das Ziel, systematisch und umfassend die Zufriedenheit im Betrieb zu ermitteln. Wie sehen Ihre Mitarbeiter das Unternehmen und die Unternehmenskultur? Wird das Betriebsklima als offen und vertrauensvoll gesehen oder besteht noch Optimierungsbedarf? Wie wird die Führung gesehen? Fühlen sich alle über das Unternehmen und seine Entwicklung ausreichend informiert? Wie sind die Kommunikationswege? Von oben nach unten oder top down und bottom up? Wie ist das Firmenimage aus Sicht der Mitarbeiter? Wie hoch ist die Identifikation mit dem Unternehmen und wie würde sie sich noch steigern lassen? Interessanterweise sehen viele Mitarbeiter hier nicht - wie oft vermutet wird - Sozialleistungen und höhere Gehälter als Motivationsmaßnahme. Viele Verbesserungswünsche lassen sich mit geringem Aufwand und erheblichem Nutzen realisieren. Ein unmittelbarer Gewinn aus der Befragung sind wertvolle Impulse, wie Abläufe optimiert, die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen verbessert, Kosten gesenkt und Erträge gesteigert werden können.

Ihre Mitarbeiter sind Ihre besten Berater!

Es werden Informationen über die Einstellungen und Bedürfnisse der Menschen im Unternehmen gesammelt. Viele kleine Puzzleteile ergeben zusammen ein Bild der betrieblichen Stärken und Schwächen und der Fähigkeiten und Engpässe von Mitarbeitern, Teams und Abteilungen. Auf dieser Grundlage können konkrete und zielgerichtete Maßnahmen für Optimierungsprozesse eingeleitet werden. Im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung liegt die Chance zum Wachstum. Das Instrument Mitarbeiterbefragung eignet sich ideal als regelmäßiges "Feed back"- und  "Feed forward"-Instrument  im Rahmen des Qualitätsmanagements und ist Bestandteil vieler Zertifizierungsmaßnahmen. So entstehen durchdachte und werttreibende Verbesserungsprozesse auf Basis der Ist-Situation, beurteilt von denen, die wissen, welche Veränderungen in ihrem Bereich Sinn machen.

Doch in einer Mitarbeiterbefragung stecken noch viel mehr Chancen.

Mitarbeiterbefragungen können spezifisch mit Mitarbeitergruppen (Abteilungen, Projektgruppen, Teams) durchgeführt werden. So können Probleme auf der Sachebene (Definition von Arbeitsinhalten, Stellenbeschreibungen, Absprachen) genauso erfolgreich geklärt werden wie Konflikte auf der Beziehungsebene (Kommunikationsstörungen, Teamverhalten, Mobbing). Durch die Befragung werden alle Betroffenen sensibilisiert und haben die Möglichkeit, in einer offenen, vertrauensvollen Atmosphäre nach Lösungen zu suchen. Der erfahrene Berater wird keine Lösungen aufdrängen, sondern Denkanstöße geben und das Bewußtsein für ein (selbst)verantwortliches Denken und Handeln schaffen.

Wer seine Mitarbeiter aktiv in Prozesse einbezieht, zeigt, daß jeder Einzelne ernst und wichtig genommen wird. Lust an Leistung entsteht durch Kommunikation und Vertrauen, durch Verantwortung und  Entscheidungskompetenz, durch die Chance, Ideen zu entwickeln und gemeinsam zu verwirklichen.

Ressourcen aufspüren

Eine entscheidende Ressource liegt darin, Mitarbeiter und Führungskräfte an die richtige Stelle zu setzen bzw. dorthin zu entwickeln. Nur wenn individuelle Stärken und Verhaltenspräferenzen mit den Anforderungen der Funktion übereinstimmen, wird maximale Leistung möglich. Bei der Durchführung von Potentialanalysen ist die individuelle Befragung von einzelnen Mitarbeitern ein unverzichtbares Instrument. Auf dieser Basis kann Personalentwicklung wirksam und langfristig aufgebaut werden.

Was ist zu beachten, um den optimalen Nutzen aus Befragungen zu ziehen?

Eine Maßnahme wird nur dann von allen mitgetragen, wenn sie von Anfang an transparent und glaubwürdig ist. Das bedeutet, jedem Beteiligten muß klar sein, warum eine Mitarbeiterbefragung stattfindet, mit wem, was das Ziel ist und was mit dem Ergebnis passiert. Die Chance, eine Kultur des Dialogs und Austausches zu schaffen, ist für alle Beteiligten (Geschäftsführer, Betriebsrat, Mitarbeiter) interessant. Sind aber nicht alle ausreichend informiert, besteht die Gefahr, daß die Beteiligten der Befragung mit Abwehr oder Mißtrauen gegenüberstehen. Das führt zu Demotivation statt Weiterentwicklung und verzerrt letztendlich auch das Ergebnis.

Von zentraler Bedeutung ist das Thema Vertrauen. Wie wird mit dem Ergebnis umgegangen, werden die Ergebnisse wahr- und ernstgenommen? Eine professionelle Befragung, die die Anonymität der einzelnen Aussagen wahrt und ein fundiertes Gesamtergebnis liefert, zeugt von einer offenen und vertrauensvollen Unternehmenskultur und zeigt allen Mitarbeitern, daß sie sich ohne Angst vor Fehlern engagieren und weiterentwickeln können.

Eine Befragung schafft eine Erwartungshaltung. Wichtig ist deshalb die ausführliche und offene Information über die Ergebnisse an alle Beteiligten. Im ersten Schritt sollten die Ergebnisse  präsentiert und gemeinsam diskutiert werden. Aus dieser Präsentation können konkrete Maßnahmen abgeleitet werden. Wenn dann die nächsten Schritte mit klaren Vereinbarungen beschlossen und auch kontrolliert werden, steht dem Erfolg nichts mehr im Weg.

Ideal, wenn in regelmäßigen Abständen dann die nächsten Befragungen stattfinden mit dem Ziel, noch ein wenig besser zu werden. Denn:

"Wer damit aufhört, besser zu werden, hört damit auf, gut zu sein!"